Kuba – eine Perle in der Karibik

Cuban flag, Flagge Kuba

Juni 2019 – Holguin, Santiago de Cuba, Havanna. Das waren grob die geplanten Stationen für meinen Kuba-Besuch. Und ich freute mich schon unglaublich drauf, denn neben einem neuen spannenden Abenteuer und der Fotografiererei gab es natürlich noch ein weiteres, ganz wichtiges, Thema: Tanzen!

Wir verbinden Kuba gern mit…. Lebensfreude, buntem Treiben, schicken alten Autos, weißen Stränden, türkis-blauem Wasser und Palmen. Und Tanzen? Klar, hier ist die Wiege für die Tänze Son, Rumba, Mambo und ChaChaCha. Und damit gehört natürlich auch die Salsa hierher, die aus dem Son hervorgegangen ist.

Doch eins nach dem anderen…

Holguin – Wir werden am Flughafen in Empfang genommen und lernen auch gleich ein paar “Locals” kennen – großartig. Es gibt ein erstes Bier und unser “Shuttle” zur Unterkunft ist ein cooler Ford Kombi aus den 1950’er Jahren. Ganz nach meinem Geschmack. Wir übernachten in sogenannten Casa Particulares (= B&B), d.h. es gibt Familienanschluss durch die Gastgeber inklusive. Familienanschluss? – habe ich doch bereits. Mit mir machte sich eine unglaublich tolle Familie aus Süddeutschland auf die Reise in die Karibik. Vier Köpfe, die Eltern und zwei wundervolle Kinder, bereicherten von nun an meinen Alltag. Und ich habe mich vom ersten Moment wie ein Teil dieser Familie gefühlt.

Transport – ob zu Fuß, mit dem Rad, der Riksha, der Pferdekutsche, dem Bus oder Taxi; hier ist alles machbar. Selbst sperrige Güter werden kurzerhand mit der Rikscha transportiert.

Santiago de Cuba – Die zweitgrößte Stadt des Landes mit gerade einmal einer halben Million Einwohnern. Sie ist die “Heldenstadt der Republik Kuba”. Hier startete die Revolution im Jahr 1953. Diese Stadt ist eine Perle, wunderschön, viele kleine Parks und unglaublich saubere Straßen.

Habana (‘Havanna’) – fast 800 Kilometer trennen Holguin und die Hauptstadt voneinander. Achthundert Kilometer kubanische Straßen wohlgemerkt. Wir nehmen den Nachtbus und kommen durchgeschüttelt und tiefgekühlt nach ca. zwölf Stunden morgens in Havanna an. Warum die Klimaanlage derart niedrig eingestellt werden musste, entzieht sich meiner Kenntnis. Es war wirklich saukalt. Draußen dann wieder sechsunddreißig Grad und 98% Luftfeuchtigkeit… haha.

Plakate der “Revolucion” prägen auch heute vielerorts das Stadtbild Havannas und die Helden des Landes sind fast überall präsent. Getroffen haben wir keinen von ihnen, haben aber die Gedenkstätten von Fidel Castro und Che Guevara besucht. Wir besichtigen die Altstadt (Habana Vieja), genießen den Strand und das Meer und finden großen Gefallen an lokalen Spezialitäten (Mojitos und vor allem Pina Coladas). Dabei entdecken wir tolle kleine Restaurants und lokale Spezialitäten. Der Kaffee z.B. ist klasse – klein schwarz stark. Ein absolutes Muss ist ein Besuch im Hotel “Nacional” – das 1930 eröffnete vier Sterne plus Hotel liegt auf einer Anhöhe oberhalb des Malecon, Havanna’s Strandpromenade, mit wundervollem Blick aufs Meer. Hier lässt sich die Pina Colada auf der Außenterrasse herrlich genießen. Ach so, die Kinder trinken natürlich “nur” Limonade…

Salsa Cubana – wenn wir schon mal hier sind und ja eh Salsa tanzen, dann aber auch richtig. “Meet the locals” – wir haben an fünf aufeinander folgenden Tagen Tanzunterricht. Jeder bekommt seinen individuellen Tanzlehrer zugeordnet und entwickelt sich weiter abhängig von seinem aktuellen Leistungsstand. Da konnten wir ja zum Glück in die Vollen einsteigen. Das Gefühl mit einer echten Kubanerin zu tanzen kann ich kaum beschreiben – die Energie die “rüberkommt” ist unglaublich. Das macht einfach nur Spaß! Und natürlich haben wir die neuen “Moves” auch auf der Piste ausprobiert…

Cuban Salsa Dancing Team
The Dancing Crew

…und richtig cool – die Tanzschule war im Gebäude nebenan im selben Stockwerk. Also einfach über den Balkon ab ins Nebengebäude!

Autos – wohl DAS kubanische Symbol schlechthin. Eingeführt in den 1940’er und 50’er Jahren aus Amerika prägen sie nach wie vor das Stadtbild. Leider besitzen nur noch wenige den original Motor. Oftmals war das ein V8. Nach nun mehr als 60 Jahren haben die meisten das zeitliche gesegnet. Ersetzt werden sie vielfach durch LADA-Motoren, oder, wie in einer “unserer regelmäßigen Taxen”, durch einen Atlas-Diesel, einen LKW Motor. Trotzdem sind viele Autos liebevoll restauriert – eben mit den Mitteln die hier zur Verfügung stehen. Unsere Sightseeing-Tour durch Havanna fand allerdings tatsächlich im original Achtzylinder statt – was für ein Sound!

Und wieder habe ich unterwegs so viele Menschen kennen gelernt – und die Frage war jedesmal “Nils, wie machst Du das?”. Keine Ahnung, ich spreche die Menschen einfach an. Egal aus welcher Ecke der Welt, Australier, Canadier, Schweden, Norweger und natürlich auch ein paar deutsche Urlauber…….. Und immer war die Kommunikation herzlich, offen und interessant. Mir macht das einfach Spaß!

Selling Icecream in Habana
wer möchte noch ein Eis…

Die Zeit war viel zu kurz im Land der Revolucion – doch Kuba, du weißt, ich bin schon bald zurück….

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